FAQ & Hilfebereich

Über Skribi

Skribi ist eine webbasierte Anwendung zum digitalen Schreiben für Schülerinnen und Schüler der zweiten bis sechsten Klasse. Wir bieten eine einfache und benutzerfreundliche Textverarbeitung, die jederzeit und überall über den Browser genutzt werden kann.

Skribi richtet sich an Grundschulkinder der zweiten bis vierten Jahrgangsstufe. Zudem kann die Anwendung auch im Übergang bis zur sechsten Jahrgangsstufe genutzt werden. Sie können Skribi sowohl im Unterricht vor Ort als auch „auf Distanz“ (z.B. als Hausaufgabe) nutzen.

Skribi kann im Deutschunterricht und auch in anderen Fächern zum digitalen Verfassen von Texten genutzt werden. In Skribi schreiben Schülerinnen und Schüler an digitalen Endgeräten. Texte können gespeichert, kommentiert und überarbeitet werden. So wird Schreiben zum sozialen Prozess, bei dem Planen, Formulieren und Überarbeiten ineinandergreifen. 

Die Lehrkraft kann differenzierte Schreibaufträge stellen, an einzelne Schüler und Schülerinnen oder an die gesamte Lerngruppe. Nach der Freigabe durch die Lehrkraft können Texte in der Textbibliothek innerhalb der Lerngruppe veröffentlicht werden.

Erklärvideos zu den Funktionen in Skribi finden Sie in der Bildungsmediathek NRW, die Videos und weitere Materialien finden Sie zudem in der TaskCard.

Skribi ist auf den Lehrplan NRW abgestimmt. 

Derzeit können wir Skribi nur für Schulen in NRW anbieten, da sowohl die Anwendung als auch das Hosting und der Support aus Geldern des Landesministeriums für Schule und Bildung NRW finanziert wird.

Technische Fragen

Skribi funktioniert auf Laptops, PC und Tablets. Auf Smartphones funktioniert die Anwendung nicht.

Erklärvideos zu den Funktionen in Skribi finden Sie in der Bildungsmediathek NRW.

Ja, eine Internetverbindung ist für die Nutzung erforderlich. Da Skribi eine browserbasierte Anwendung ist, muss keine App installiert werden. Wir empfehlen für die Nutzung von Skribi die Browser Google Chrome oder Apple Safari.

Wenn das Internet ausfällt, wird möglicherweise der Zwischenstand eines Textes nicht gespeichert. Alle 2 Minuten erfolgt jedoch ein automatischer Speichervorgang, sodass der Textverlust gering bleibt. 

Überprüfen Sie zunächst die Stabilität des Internets. Eine Aktualisierung der Webseite kann ebenfalls hilfreich sein, ebenso wie ein Neustart des Geräts und des Routers. 

Für Support oder eine Fehlermeldung wenden Sie sich bitte an die folgende E-Mailadresse: support@skribi-nrw.de

Registrierung und Anmeldung

Sie benötigen einen Account bei der Bildungsmediathek NRW.

Haben Sie bereits einen Zugang zur LOGINEO NRW Schulplattform oder IServ, können Sie sich einfach dort anmelden und darüber die Bildungsmediathek NRW betreten. Ein separater Account ist dann nicht erforderlich. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Tutorials zu LOGINEO NRW oder IServ der Bildungsmediathek NRW.

Alternativ besuchen Sie die Website der Bildungsmediathek NRW. Klicken Sie oben rechts auf "Login" und anschließend auf "Registrieren", um einen neuen Account bei Ihrem Medienzentrum zu beantragen.

Auf der Website der Bildungsmediathek NRW gelangen Sie über den Menüpunkt „Apps“ zur Anwendung „Skribi“.

Als Schulleiterin oder Schulleiter müssen Sie Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung personenbezogener Daten (AVV) zeichnen, damit die Lehrkräfte Ihrer Schule Skribi nutzen können. Eine ausführliche Dokumentation aller dafür erforderlichen Schritte finden Sie hier bei Skribi.

Wenn Sie als Schulleitung auf dem VIDIS-Portal die Schul-Mailadresse eingegeben haben, um die Zurücksetzung des Passworts zu beantragen, aber keine Mail von VIDIS erhalten, so kann das folgende Gründe haben:

Bitte versichern Sie sich, dass Sie die allgemeine Schul-Mail-Adresse (schulnummer@schule.nrw.de) eingegeben haben, und nicht die des Verwaltungspostfachs. Möglicherweise ist das Schul-Mail-Postfach voll, sodass es keine weiteren Mails mehr annimmt. Bitte leeren Sie das Postfach. Es kann in Ausnahmefällen auch daran liegen, dass Sie eine Mailweiterleitung installiert haben, welche die Mail von VIDIS nicht richtig verarbeitet. Bitte deaktivieren Sie diese Weiterleitung, um die Mail von VIDIS zu erhalten.

Sollten Sie weiterhin Probleme mit der Anmeldung bei VIDIS haben, wenden Sie sich gerne an den Support von VIDIS.

Die Lehrkraft kann eine Klasse oder Lerngruppe anlegen, im Anschluss können Zugänge heruntergeladen werden. Die einfachste Anmeldung funktioniert über das Einscannen des QR-Codes mit der Tablet-Kamera. Alternativ kann auch ein Zugangscode eingegeben werden.

Datenverarbeitung und Datenschutz

Skribi ist DSGVO-konform.

Die Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler müssen über die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung vor der Nutzung von Skribi in Kenntnis gesetzt werden. Dieser rechtliche Rahmen wurde mit dem MSB NRW und LDI NRW abgesteckt. Hier finden Sie die entsprechende Vorlage.

Die Verarbeitung der Daten im Rahmen von Skribi ist in der Datenschutzerklärung beschrieben. 

Die Daten werden für Forschungszwecke anonymisiert und auf Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland gespeichert.

Fachdidaktische Fragen

Es können mehrere Lehrkräfte Ihrer Schule auf eine Klasse zugreifen. In der Klassenverwaltung öffnen Sie den Schieberegler auf der linken Seite „Lerngruppe teilen“. Dann können Sie Lehrkräfte Ihrer Schule auswählen, die ebenso Zugriff auf die Klasse haben sollen.

Digitales Schreiben hat einen festen Platz im Deutschunterricht der Grundschule. Damit das Lernen mit und über digitale Medien von der Primarstufe an eine Selbstverständlichkeit wird (MSB NRW 2021, S. 4), sind allerdings fachdidaktische Werkzeuge wie Skribi notwendig. Die Grundlage für solche Erwartungen bildet der Lehrplan für das Fach Deutsch für die Primarstufe in Nordrhein-Westfalen. Oder anders gesagt: Mit Skribi lernen Schülerinnen und Schüler, Schreibprozesse eigenverantwortlich zu gestalten, Schreibstrategien zu nutzen und digitale Texte zu verfassen. Dabei schreiben Sie bereits am Ende von Jahrgangsstufe 2 angeleitet mithilfe von Skribi, um bis zum Ende der Grundschulzeit zunehmend sicherer und auch orthografisch richtig (digital) zu schreiben. Die einzelnen Standards finden Sie im Lehrplan für das Fach Deutsch für die Primarstufe in Nordrhein-Westfalen auf den Seiten 21-23.

Schülerinnen und Schüler sollen neben dem Schreiben mit der Hand lernen, digitale Schreibprozesse eigenverantwortlich zu gestalten. Dabei ist digitales Schreiben etwas anderes als handschriftliches: Wer mit der Hand schreibt, erschafft mit Hilfe von z.B. Tinte, Farbe, Graphit Buchstaben auf einer physischen Oberfläche, z.B. Papier. Die Oberfläche wird verändert. Der Schriftspracherwerb ist dabei Anfang der zweiten Klasse noch nicht abgeschlossen. Beim digitalen Schreiben werden zumeist Buchstaben von einer Tastatur, von einem Display ausgewählt. Diese Buchstaben haben andere Menschen schon vorbereitet; sie müssen nicht neu erschaffen werden. Das heißt beim digitalen Schreiben mit einer (digitalen) Tastatur wird etwas ausgewählt und zusammengesetzt, das es auf der Tastatur schon gibt. Daraus entstehen Wörter, Sätze und Texte.

Digitales Schreiben ist immateriell – Wörter, Sätze und Texte sind nur als Licht auf einem Display wahrnehmbar. Dadurch kann man das Geschriebene leichter überarbeiten, umstellen, erneuern, verändern. Kurzum: Die Prozesse des Überarbeitens gehen schneller und effizienter. 

Die dafür notwendigen digitalen Prozesse und Strategien müssen aber eigens gelernt und geübt werden, z.B. copy/paste oder umstellen. Zudem entstehen Produkte und Texte, die es nur digital gibt (z.B. Websites), manche verändern sich ständig (z.B. Wikis). Man spricht von „fluiden Texten“. Die Autorinnen und Autoren sind mitunter Kollektive, mitunter auch gar nicht (mehr) nachzuvollziehen.

 

Mehr dazu findet man beispielsweise bei:

  • Radwan, Florian: Digitales Schreiben im Deutschunterricht. In: Lobin, Henning et al. (Hrsg.): Lesen, Schreiben, Erzählen. Kommunikative Kulturtechniken im digitalen Zeitalter. Frankfurt / Main: Campus 2013, 107-130.
  • Schroffenegger, Thomas: Maschinschreiben: Von der Aktualität eines alten Handwerks. In: Jost, Patrick / Künz, Andreas (Hrsg.): Digitale Medien in Arbeits- und Lernumgebungen. Lengerich: Pabst Science Publishers 2015, 156-160.

Skribi ist ein Einstieg in das digitale Schreiben von Texten. Mit Skribi lernt man also, Texte zu planen, zu schreiben und im Austausch mit anderen zu überarbeiten. Skribi eignet sich besonders für kollaborative Schreibprozesse: Texte werden gemeinsam verfasst, wechselseitig kommentiert und korrigiert. Die Kriterien dazu gibt die Lehrkraft vor. Für die schulische Textproduktion kann das adressatenorientierte Schreiben auf diese Weise eine neue Qualität gewinnen. Das bedeutet auch, dass Texte viel weniger vom fertigen Produkt her gedacht werden als vom gemeinsamen Prozess. Die Schülerinnen und Schüler werden von dem oder der Allein-Schreibenden zu einem oder einer vernetzten (Mit-)Schreibenden. Die Teilprozesse des Planens, Formulierens und Überarbeitens greifen stärker ineinander, sodass die Fähigkeit zum kollaborativen Überarbeiten im Hinblick auf ein gemeinsames Schreibziel gefördert wird.

Schülerinnen und Schüler verfügen bereits früh über die Fähigkeit, das Display als Eingabe- oder Steuergerät zu nutzen. Auf dieses Können sollte man setzen, um basale digitale Schreibprozesse bzw. Fertigkeiten in den Blick zu nehmen. Aber: SKRIBI ist kein Tipp-Trainer, wie auch andere Textverarbeitungsprogramme nur bedingt dazu geeignet sind, das Schreiben mit mehreren Fingern zu trainieren. Dazu können separat 10-Finger-Tastschreibkurse genutzt werden.

In Skribi stellt die Lehrperson Schreibaufträge (oder bereits vorhandene Vorlagen in Skribi) an die ganze Klasse, an Lerngruppen oder angepasst an einzelne Schülerinnen und Schüler. Dies ermöglicht eine Binnendifferenzierung hinsichtlich der Aufgabenstellung. Dabei können komplexe Schreibaufgaben in Teilaufgaben des Planens, Formulierens und Überarbeitens zerlegt werden, was insbesondere leistungsschwächere Kinder entlastet. Zudem kann die Lehrperson profilierte Schreibaufgaben stellen, die in soziale Interaktionen eingebettet sind und in denen das Weltwissen zur Bearbeitung verfügbar gemacht wird. 

Die Schreibaufgaben in Skribi orientieren sich an schreibdidaktischen Kriterien, die im Praxisratgeber näher erläutert werden, insbesondere mit Blick auf Aspekte der Adressatenorientierung, der Schreibprozessorientierung, die jeweilige Schreibfunktion, das kommunikative Problem, das nötige Handlungswissen. Die Aufgaben wurden von einem Team aus Lehrkräften, Fachdidaktikerinnen (u.a. Benjamin Uhl) und Fachdidaktikern entwickelt und erprobt. In Teilen stammen die Aufgaben aus Forschungsprojekten, z.B. FiSBY.

In Skribi können Schülerinnen und Schüler die Kinder ihrer Klasse zum Kommentieren ihrer Texte einladen. Dabei lernen sie die Prozeduren des Überarbeitungs- und Kommentarmodus aus digitalen Schreibprogrammen kennen und nutzen diese. In der Praxis heißt das: Die Umgebung ermöglicht es Lernenden, ihren Text für Peers zur Begutachtung freizugeben. Mehrere Kinder können einen Text digital lesen und kommentieren. Das fördert den Austausch von Ideen und gegenseitiges unterstützen. In diesem Lernszenario können die Lernenden mit der Hilfe der Lehrperson Methoden-, Sozial- sowie Kommunikationskompetenzen aufbauen. Die Kinder lernen zudem, einen Perspektivwechsel einzunehmen. Wenn Texte in Skribi entstehen und diese von der Lehrperson für die Veröffentlichung im Klassenverband nach vorheriger Abstimmung freigegeben werden, ermöglicht dies eine entsprechende Anschlusskommunikation. Durch das Veröffentlichen eigener und das Kommentieren anderer Texte lernen die Kinder, was es bedeutet, Texte einer Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Schülerinnen und Schüler lernen gemeinschaftlich und reflektieren über Kommunikation im Netz.

Als Lehrkraft finden Sie Materialien zur Einschätzung von Texten hier: Michael/Böttcher, Ingrid (2020): Schreibkompetenz entwickeln und beurteilen, insbesondere S. 113-144 (9. Auflage).